Heizleistung berechnen in 2 Schritten: Formel und Beispiel

Um das Maximum aus Ihrem Produktionsprozess herauszuholen, müssen Sie die erforderliche Heizleistung berechnen. So wissen Sie genau, was für die Herstellung des perfekten Produkts erforderlich ist.

Es ist immer von entscheidender Bedeutung, dass Sie den benötigten Heizbedarf kennen, da eine unzureichende Heizleistung zu ineffizienten Prozessen, längeren Produktionszeiten und möglicherweise auch zu einer schlechteren Produktqualität führen kann. Nur mit der richtigen Heizleistung können Sie stabile und qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielen, die sowohl die Effizienz steigern als auch die Produktionskosten senken.

 

Die Berechnung der Heizleistung

Im ersten Schritt müssen wir bestimmen, welche Heiz- und Kühlleistung für die Herstellung unseres Produkts erforderlich ist. Dies kann mit der folgenden Formel berechnet werden:

P = m × c × ΔT / t

Dabei ist:

P die benötigte Heizleistung
m das Gewicht der Form
c Spezifische Wärmekapazität (c) in kJ/kgK pro Material
ΔT die Temperaturdifferenz
t die Aufheizzeit

 

Spezifische Wärmekapazität (c) in kJ/kgK pro Material

Aluminium ca. 0,896 kJ/kgK
Stahl ca. 0,477 kJ/kgK
Glas ca. 0,6 - 0,8 kJ/kgK
Wasser (20°C) ca. 4,187 kJ/kgK
Fett ca. 2,1 kJ/kgK
Öl ca. 1,7 kJ/kgK
Kunststoff ca. 1,5 - 2,5 kJ/kgK

 

Beispiel Berechnung der Heizleistung

Um die Heizleistung zu berechnen, benötigen wir einige Recheneinheiten. In diesem Beispiel verwenden wir die folgenden Werte:

Gewicht der Form (m) 1.278 kg
Spezifische Wärme (c) 'Stahl' 0,448 kJ/kgK
Temperaturdifferenz (ΔT) 30°C
Verfügbare Aufheizzeit (t) 30 Minuten, 1800 Sekunden

 

Dazu verwenden wir die folgende Formel:

P = m × c × ΔT / t

Nun setzen wir unsere Werte ein:

P = 1.278 kg × 0,448 kJ/kgK × 30°C / 1800 sec

P = 38,4 × 0,448 × 30 / 1800 = 2,32 kW

Das bedeutet, dass das Heizvermögen in diesem Beispiel 2,32 kW beträgt.

Achtung: Da diese Berechnung theoretisch ist, sollte immer ein Sicherheitsfaktor berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass genügend Leistung zur Verfügung steht. In der Praxis gibt es beispielsweise Wärmeverluste, da die Schläuche und die Form n